Blutbild statt Blindflug

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Warum überwachen wir Server, Netzwerke und Anwendungen – aber kümmern uns oft erst um unsere Gesundheit, wenn Probleme auftreten?

Zeit ist begrenzt.
Umso mehr wundert es mich, wie unterschiedlich wir mit unseren Systemen umgehen.
Im Beruf überwachen wir Server, Netzwerke und Anwendungen. Wir analysieren Logs, beobachten Kennzahlen und versuchen Probleme zu erkennen, bevor sie kritisch werden.

Niemand würde sagen:
„Ich schaue erst nach, wenn das System komplett ausgefallen ist.“

Beim eigenen Körper machen viele genau das.
Erst wenn Beschwerden auftreten, ein Rückschlag kommt oder eine Diagnose im Raum steht, beginnt die Beschäftigung mit der eigenen Gesundheit.

Für mich ist ein Blutbild deshalb ein bisschen wie ein System-Log.
Es liefert Informationen über den aktuellen Zustand. Es zeigt mögliche Schwachstellen. Und es kann Hinweise geben, bevor aus kleinen Problemen größere werden.
Deshalb halte ich es für sinnvoll, die eigenen Werte zu kennen und zumindest die wichtigsten Zusammenhänge zu verstehen.
Nicht aus Angst.
Sondern aus Interesse am eigenen System.

Je mehr ich mich mit Gesundheit beschäftige, desto mehr komme ich zu einer einfachen Erkenntnis:
Verantwortung kann man abgeben. Die Folgen nicht.

Deshalb versuche ich, bei meiner Gesundheit genauso vorzugehen wie bei guter Technik:
Regelmäßig prüfen.
Verstehen, was die Daten bedeuten.
Früh reagieren.
Und nicht erst warten, bis etwas ausfällt.

Denn am Ende ist Gesundheit nicht das Ziel.
Sie ist die Voraussetzung für vieles, was wir im Leben noch erleben möchten.

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